Fluchthintergrund soll Qualifikation nicht mindern

Akademieabend der Hochschule Emden/Leer in Papenburg

Mehr denn je sind Migration und Integration von Bedeutung für die wirtschaftliche und politische Entwicklung der Gesellschaft.  Die Kommunen müssen sich verstärkt mit den damit verbundenen Herausforderungen auseinandersetzen.

Auch die Hochschule Emden/Leer hat sich der Thematik angenommen und im Herbst 2016 das Research and Counselling Centre for Refugees (RCCR) gegründet. Neben der täglichen Beratung und Begleitung geflüchteter Menschen, die in Deutschland ein Studium aufnehmen möchten, beschäftigt sich das RCCR in einem Forschungsvorhaben vertiefend mit der Fragestellung  nach gelingenden Integrationsprozessen von Menschen mit Fluchthintergrund.

Ein Thema in diesem Zusammenhang wird bei einem Akademieabend am Donnerstag, 19. Oktober, ab 19 Uhr in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg behandelt: Die soziale und berufliche Integration höherqualifizierter Menschen mit Fluchthintergrund. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

So gibt es laut Birte Engelberts vom RCCR trotz eines guten Qualifikationsprofils und vielfältigen beruflichen  Erfahrungen im Herkunftsland teilweise große Hürden bei der Vermittlung der Betroffenen in ein passendes Arbeitsverhältnis oder in Bildungseinrichtungen. Dies gelte insbesondere auch in Kommunen, die vom demografischen Wandel betroffen seien. Engelberts wird an diesem Abend über Ansätze für Bildungsmaßnahmen im Sinne eines regionalen Netzwerkes von Hochschulen, Bildungsstätten, Schulen, der Agentur für Arbeit und der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe referieren.

Das RCCR der Hochschule Emden/Leer möchte erste Ansätze von Integrationsmaßnahmen im Sinne eines regionalen Bildungsnetzwerkes aufzeigen – gestützt durch ein Beratungs- und Begleitsystem, das möglichen Integrationshemmnissen entgegenwirken kann.Neben theoretischen Erkenntnissen wird auch über bestehende Angebote und Maßnahmen informiert, die Menschen mit Fluchthintergrund einen Weg in das akademische Bildungssystem in Deutschland ermöglichen.

Die Leitung des Abends übernimmt Dr. Ulf Kemper, Bildungsreferent der HÖP, Fachbereich für Geschichte, Politik und Wirtschaft. Anmeldung und nähere Informationen bei der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte unter Telefon 0 49 61 / 97 88 – 0 oder per E-Mail an info|athoeb.de.

Veranstaltungen/Termine

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